Wichtige Info VOR dem KAUF

Die fünf wichtigsten Eigenschaften für deine Kaufentscheidung:

1. Die Standsicherheit:

Die einzige Möglichkeit herauszufinden, ob deine Kamera mit dem Objektiv für das Stativ geeignet ist, ist es alles zusammen auszuprobieren. „Probieren geht bekanntlich über studieren“. Dabei solltest du nicht nur prüfen, wie der Stand des Reisestatives ist, sondern wie leicht könnte es umgestoßen werden. Besonders hilfreich für eine zusätzliche Standsicherheit deines Reisestatives ist ein sogenannter „Lasthaken“. Daran kannst du zusätzliches Gewicht (z. Bsp. deine neue Fototasche) befestigen, was dem Stativ zusätzlich Stabilität verleiht.

2. Der Stativkopf:

Stativkopf von Sirui

Stativkopf von Sirui

Die meisten Stativköpfe sind mit einem Kugelkopf ausgestattet. Wer gerne Landschaften mit der Panorama-Funktion fotografiert, sollte darauf achten, dass sein neues Reisestativ eine separate „Panorama-Achse“ besitzt. Zudem wird empfohlen, dass – sofern vorhanden – die Schnellwechselplatte gegen das Herausrutschen gesichert ist.  Alternativ kannst du auch den Stativkopf auswechseln. Hier haben wir dir weitere Informationen auf dieser Seite zusammengestellt. Darüber hinaus sind „Libellen“ (wie bei einer Wasserwaage) besonders hilfreich. Der Preisunterschied bei einzelnen Modellen liegt hier bei 20 – 30 €.

 

3. Das Gewicht und der Tragekomfort

Der Vorteil an einem Reisestativ ist das geringe Gewicht. Aber lass dich nicht täuschen: Du wirst nicht immer überall mit dem Auto hinfahren können, sondern das Stativ auch tragen müssen. Wenn es sich um unwegsames Gelände handelt, ist jedes Gramm zu viel. Glaub mir! Daher empfehlen wir dir auch, dein Stativ auf eine entsprechende Rucksacktauglichkeit zu prüfen. Sollte es einmal ohne Rucksack losgehen empfehlen wir ein Schaumstoffpolster, das zumindest an einem Stativbein angebracht sein sollte. Es erhöht den Tragekomfort ungemein und bietet Schutz bei kalten oder heißen Temperaturen.

4. Die optimale Arbeitshöhe:

Kitesurfer - Perfekter Horizont dank Stativ!

In Bezug auf die Höhe wirst du dein Stativ mit der Kamera testen müssen. Zwar liegt die maximale Höhe des Reisestatives in der Regel niedriger als dein Auge, aber es kann ja auch sein, dass du mal ein Foto von einer Mauer oder einem anderen, erhöhten Ort aus machen möchtest. Dazu ist es notwendig, dass das Stativ sich auf die richtige Höhe einstellen lässt.

5. Das Material: Aluminium oder Carbon?

Eine wesentliche Überlegung ist, ob du dich für Aluminium oder Kohlefaser – auch Carbon genannt – entscheidest. Beide sind in der Lage, eine sehr stabile Grundlage für deine Kamera zu bieten. Allerdings sind Carbon-Stative etwa 15% leichter als die Aluminium-Versionen des gleichen Typ Stativ. Das bedeutet, je größer das Stativ, desto größer ist die Gewichtsersparnis. Man redet hier von bis zu 500 Gramm Unterschied!

Stative aus Carbon sehen sehr schick aus und haben auch einen „Showeffekt“, sie sind aber anfälliger für Erschütterungen, wenn sie stark beansprucht werden. Zudem ist der Preis ein großer Minuspunkt: Wenn der gleich Stativtyp vom gleichen Hersteller einmal aus Carbon und einmal aus Aluminium angeboten wird, kann die Carbon-Version doppelt so teuer sein! Zu den Materialeigenschaften gehört auch die Ausstattung der Stativbeine. Die meisten Reisestative sind mit gummierten Fußenden ausgestattet. Manche Hersteller legen noch zusätzliche auswechselbare Spikes bei, die bei einem nassen oder weichen Boden sehr von Vorteil sind.  Aber Achtung: Möchtest du nur mit Handgepäck vereisen, können solche Spikes schnell zum aus deiner Reise werden. Warum erfährst du hier!

Das mögen vielleicht die offensichtlichsten Hinweise für den Kauf deines Reisestatives sein. Aber du wärst überrascht, wenn du wüsstest, wie viele Menschen sich nicht für diese grundlegende Dinge interessieren. Es wird viel Geld für Kamera und Objektiv ausgegeben, aber die beste Optik bringt dir nichts, wenn das Stativ z. Bsp. vibrationsanfällig ist oder nicht stabil genug steht, um schon von einem kleinen Windhauch bewegt werden zu können. Lieber ein wenig mehr Geld investieren, als nachher die Kamera am Boden liegen zu sehen! Das kommt nämlich wesentlich teurer.